Künstliche Intelligenz Topthema beim 14. Silicon Saxony Day

Connect – Exchange – Grow lautete das Motto des diesjährigen 14. Silicon Saxony Day. Rund 400 Technologieexperten und Interessierte aus Deutschlands Hightech-Community trafen sich am Dienstag, den 18. Juni 2019 im Kongresszentrum des Internationalen Flughafens Dresden – vor allem um über KI zu sprechen. Die wichtigsten Vorträge im Überblick.

Größtes sächsisches Branchenevent mit mehr als 400 Teilnehmern aus ganz Deutschland

Vertreter bedeutender Unternehmen, Forschungseinrichtungen und auch Politiker diskutieren auf dem Silicon Saxony Day Innovationen und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. In diesem Jahr widmet sich das Branchentreffen dem Thema Künstliche Intelligenz (KI). Spannende Plenarvorträge u.a. von Google und Fraunhofer, dazu Experten-Sessions mit über 60 Vorträgen sowie KI-Demonstratoren zeigen die vielen Facetten der künstlichen Intelligenz mit ihren Einsatzmöglichkeiten von Industrie 4.0 bis hin zur smarten Landwirtschaft. 30 Aussteller präsentieren ihre Produkte und Innovationen. Wie Unternehmen schon heute künstliche Intelligenz einsetzen, um ihre Prozesse zu optimieren und neue Services zu entwickeln, das zeigt Alexander Krock, Head of Google Cloud Customer Engineering bei Google Germany, in seinem Plenarvortrag.

Fraunhofer-Gesellschaft arbeitet an Studie über KI in Sachsen

Die KI4me-Roadshow der Fraunhofer-Gesellschaft präsentiert Dr. Peter Schneider, Direktor des Fraunhofer-Institutes für Integrierte Schaltungen IIS / Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS in Dresden. Gemeinsam mit der TU Dresden arbeitet das Institut derzeit an einer Übersicht über die KI-Kompetenzen und -Aktivitäten im Freistaat. In seinem Plenarvortrag stellt Schneider erste Ergebnisse der Studie „Künstliche Intelligenz – Kompetenzen und Innovationspotential in Sachsen“ (KIKiS) vor. Wichtigste Erkenntnis: „Aufgrund der kleinteiligen Unternehmensstruktur in Sachsen ist die Bündelung vorhandener Aktivitäten, Ressourcen und Kompetenzen unbedingt notwendig, damit eine schlagkräftige KI-Angebotsstruktur entsteht.“

Den Silicon Saxony Day sieht Schneider daher als eine wichtige Kommunikationsplattform, die Vernetzung und Wissenstransfer zwischen den relevanten sächsischen Akteuren vorantreiben soll.

Prof. Dr. Frank Schönefeld, Vorstand beim Silicon Saxony e.V. sagt:

„In den acht Expert Sessions betrachten wir den Megatrend Künstliche Intelligenz und arbeiten insbesondere die Chancen heraus, die sich durch die Digitalisierung für den Standort Sachsen ergeben. Die Themen reichen von Smart Automation über Maintenance Management 4.0 bis hin zur Unternehmensgründung. Wichtig ist auch eine Session über den Einfluss der Digitalisierung auf Technology Roadmaps für die Halbleiterindustrie.“

Software-Unternehmen diskutieren mit Politikern über Digitalisierung

Von großer Bedeutung für die Entwicklung sächsischer KI-Kompetenz ist die enge Vernetzung mit der sächsischen Software-Branche. Aus diesem Grunde ist der 5. Sächsische IT-Summit ein Teil des 14. Silicon Saxony Days. Im Vorfeld der sächsischen Landtagswahl eröffnet diese Veranstaltung in diesem Jahr Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik die Möglichkeit, Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in Sachsen aufzuzeigen. Auf einer Podiumsdiskussion erörtern Vertreter der sächsischen Parteien ihre Ideen für das weitere Wachstum der dynamischsten Branche Sachsens. Eine besonders wichtige Voraussetzung dafür sind qualifizierte Mitarbeiter. Und deshalb gehört auch in diesem Jahr wieder ein Recruiting Event zum Silicon Saxony Day. Ein Speed Dating soll IKT-Talenten helfen, Kontakte zu sächsischen Unternehmen aufzubauen. Über 120 Studierende haben sich angemeldet. Auch eine Lounge-Area steht zum Netzwerken zur Verfügung. Neben allen Speakern und teilnehmenden Unternehmen stehen auch die Vorstände des Silicon Saxony e.V. für persönliche Gespräche bereit.

IKT-Branche als Zukunftsmotor für Sachsens Wirtschaft

Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ist ein wichtiger Bestandteil der sächsischen Gesamtwirtschaft. Aktuellen Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums zufolge gehören etwa 2.400 Unternehmen in Sachsen zu dieser Zukunftsbranche, das sind 150 mehr als zur letzten Datenerhebung im Jahre 2016. Die meisten davon (67 Prozent) haben sich auf Software spezialisiert. In diesem Segment ist mit einem Plus von elf Prozent auch das stärkste Wachstum zu verzeichnen.

Mit 64.000 Beschäftigten (2017) und 15,1 Mrd. Euro Umsatz (2016) sind sie nicht nur von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Auch für die Zukunft haben IKT-Unternehmen, vom Halbleiterhersteller bis hin zum Service-Dienstleister, als Grundlage der Digitalisierung erhebliche strategische Bedeutung für den Erfolg der sächsischen Wirtschaft.

Post Author: Redaktion des ROBINAUT

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